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Gütesiegel Berufsorientierung
12.10.11 - Sascha Valentin, Hinterländer Anzeiger
Hinterländer Schulen erhalten Gütesiegel
Insgesamt neun Schulen im Kreis werden für vorbildliche Berufsorientierung ausgezeichnet
Hinterland (val). Hessens Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) hat neun Schulen im Landkreis mit dem Gütesiegel „Berufsorientierung Hessen“ ausgezeichnet. Zu den Empfängern zählen auch die Mittelpunktschulen in Dautphetal, Hartenrod, Steffenberg und Breidenbach.
Das Gütesiegel verweist auf das Engagement der Schulen, ihren Schülern eine möglichst umfassende Berufsorientierung zu bieten und ihnen dadurch den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Im Schuljahr 2010/2011 wurde das Zertifizierungsverfahren erstmals in Hessen ausgeschrieben. Von den 134 Bewerbungen überzeugten dabei auf Anhieb 90 durch hervorragende Leistungen. Diese Schulen nähmen als Leuchttürme eine Vorbildfunktion für andere ein, betonte Prof. Dieter Weidemann, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, die das Gütesiegel zusammen mit dem hessischen Kultusministerium, dem Wirtschaftsministerium sowie den Handwerkskammern, der Industrie- und Handelskammer und der Agentur für Arbeit vergibt. Eine intensive Berufsorientierung in der Schule helfe den Jugendlichen, den richtigen Beruf zu finden und Ausbildungsabbrüche zu reduzieren, betonte Weidemann. Dies komme Schülern und Unternehmen gleichermaßen zugute.
Kultusministerin Dorothea Henzler dankte den vielen ehrenamtlichen Auditoren, die sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit in den Schulen gemacht haben und brachte ihre Freude über die enorme Anzahl der Zertifizierungen zum Ausdruck. „Im novellierten Schulgesetz ist die Berufsorientierung jetzt fest verankert“, erklärte sie. Auch Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch schloss sich Henzlers Worten an: „Fachkräftenachwuchs zu entwickeln, wird für die hessischen Unternehmen immer wichtiger. Unser Ziel ist es, junge Menschen besser auf die Arbeitswelt von morgen vorzubereiten, denn wirtschaftlicher Erfolg und Wachstumssicherung erfordern qualifizierte Mitarbeiter.“
Bei der Bewertung der Schulen werden in einem Protokoll die Schwerpunkte deren Arbeit aufgezeigt. Hier wurden besonders die gute Kooperation mit Partnerbetrieben, den Beruflichen Schulen und weiteren externen Partnern hervorgehoben. Ebenso wurden die Konzepte zur individuellen Förderung der Schüler gelobt. Nach Ansicht von Burkhard Schuldt, dem zuständigen Schulamtsdirektor im staatlichen Schulamt Marburg, wird mit der Verleihung des Gütesiegels vor allem die engagierte Arbeit der Schulen bei der Entwicklung von Konzepten und deren praktischen Umsetzung der Berufsorientierung ausgezeichnet. Darüber hinaus erfahre aber auch das Zusammenspiel aller daran beteiligten Akteure eine gewisse Anerkennung, fügte er hinzu.
Neben den Hinterländer Schulen wurden auch die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain, die Emil-von-Behring-Schule, Friedrich-Ebert-Schule und Pestalozzischule aus Marburg sowie die Gesamtschule Ebsdorfergrund ausgezeichnet.
